Khoisan – Salz aus Südafrika

Khoisan Salz aus Südafrika
Bild: el puente

Salz spielt in der menschlichen Ernährung eine wichtige Rolle. Schon in vorgeschichtlicher Zeit wurde es über weite Strecken gehandelt. Der Besitz von Salzvorkommen garantierte Wohlstand. Es zu vermarkten war ein Privileg. Die Unabhängigkeitsbewegung Indiens unter Führung von Mohandas Gandhi begann nicht zuletzt mit der gezielten Missachtung des Salzprivilegs der Briten.

Wegen seiner großen Bedeutung ist Salz wie geschaffen dafür, auch fair gehandelt zu werden. Unser fair gehandeltes Salz wird von el puente impotiert und kommt von der südafrikanischen Fairhandels-Organisation Turqle Trading.

Turqle Trading ist eine Marketing- und Exportorganisation, die mit über zehn unabhängigen Produzentengruppen zusammenarbeitet und mit 500 festen Mitarbeitern. Fast 70 % davon sind Frauen. Turqle Trading ist ein aktives Mitglied der World Fair Trade Organization (WFTO).
Die Tätigkeiten der Produzenten reichen von Anbau über Verarbeitung bis hin zu einfachen Arbeiten für Ungelernte. Wachstum durch Handel, Verantwortung, Transparenz und Zukunftsfähigkeit gehören zu den entscheidenden Kriterien der Organisation. Die Mission von Turqle Trading: Nachhaltige Arbeitsplätze schaffen und dadurch zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen vor Ort beizutragen. Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen will die Organisation Perspektiven aufzeigen, wie Produzenten ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren können.

In den verschiedenen Produzentengruppen werden Kräuter- und Gewürzmischungen, Kräutersalze, Kochsaucen und Tapenaden, Essig und Öle hergestellt. Die dafür benötigten Zutaten stammen zum Teil aus eigenem Anbau, der Rest wird zugekauft. Auf Nachfrage erhalten die Produzentengruppen bis zu 50 % zinsfreie Vorfinanzierung. 5 % des Umsatzes zahlt die Organisation in einen Fairhandels-Fonds, der den Produzentengruppen für soziale Investitionen sowie für Entwicklungsprojekte zur Verfügung steht. In der Zusammenarbeit mit den Produzentengruppen setzt Turqle Trading auf langfristige Kooperationen und hält sich an Grundsätze wie eine regelmäßige Bestellung, pünktliche Bezahlung sowie eine direkte und offene Kommunikation.

erstellt unter Verwendung von
Informationen von el puente

Forum Advocacy

Das Forum Advocacy hatte das Ziel, zivilgesellschaftliche Akteure, darunter auch Weltläden, miteinander ins Gespräch zubringen. Mehr als 70 Teilnehmende kamen dazu zusammen.

Der Stand des Weltladen auf dem Forum Advocacy

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und wird im kommenden Jahr fortgesetzt.


100 % fair kompakt

Leseempfehlung: Neue Broschüre des Forums Fairer Handel

Fairer Handel – Was ist das eigentlich? Mit dieser Frage wird das Ladenteam des Weltladens Alte Kirche häufig konfrontiert – etwa bei der Bildungsarbeit in Schulklassen, mit Konfirmanden oder Erwachsenengruppen. Als Hilfsmittel und kompakte Grundinformation für alle, die wissen wollen, wie fairer Handel funktioniert und welche Wirkungen er hat, hat das Forum Fairer Handel eine 20-seitige Broschüre veröffentlicht.

Das Forum Fairer Handel ist der Verband des Fairen Handels in Deutschland. Sein Ziel ist es, das Profil des Fairen Handels zu schärfen, gemeinsame Forderungen gegenüber Politik und Handel durchzusetzen und eine stärkere Ausweitung des Fairen Handels zu erreichen.

Zur Broschüre …

Grand Noir und Grand Chocolat von GEPA

GEPA Grand Chocolat ist das Stichwort für Schokoladen-Gourmets, die das Ungewöhnliche lieben: Kompositionen aus feurigen Gewürzen, spritzigen Früchten und weiteren exotischen Zutaten machen jede dieser Bio-Schokoladen zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis. Dafür sorgt auch der berühmte Sao Tome Kakao, der in jeder GEPA Grand Chocolat enthalten ist. GEPA Grand Noir, das sind dunkle Bio-Schokoladen mit Kakaoanteil bis zu 95%. Der Fair Trade Kakao aus Paraguay und Sao Tome macht die GEPA Grand Noir Schokoladen zu einem vollmundigen Erlebnis für Kakao-Puristen, denen auch die „inneren Werte“ wichtig sind – denn die edlen Bitterschokoladen tragen durchweg das Naturland Fair-Siegel und sind zu einem Großteil vegan.

Kakao aus São Tomé

Auf São Tomé wird seit etwa 1850 Kakao angebaut. Die Inseln, die 200 km vor der Küste Afrikas liegen, sind bekannt für ihren guten Kakao. Der Kakao aus São Tomé, der neben anderen hervorragenden Kakaosorten aus anderen Ländern für die Grand Noir und die Grand Chocolat- Schokoladen von GEPA verwendet wird, stammt von der Kooperative CEQAQ-11. Die Kooperative wurde 2008 gegründet, um die Lage der Bauernfamilien zu verbessern. Sie hat 895 Mitglieder in 17 Dorfgemeinschaften. Früher mussten die Bauern ihre Kakaobohnen direkt nach der Ernte zu Niedrigstpreisen an kommerzielle Zwischenhändler verkaufen. Durch den Einfluss des Fairen Handels fermentieren und trocknen sie sie heute selbst, und exportieren sie über die Kooperative. Durch den Fairen Handel mit der GEPA wurde auch das Aufkaufmonopol auf der Insel gebrochen, so dass inzwischen auch die lokalen Kakao-Aufkäufer ihre Preise erhöhen mussten. Seit 2011 ist CEQAQ-11 Handelspartner von GEPA, seit 2013 ist die Kooperative bio-zertifziert. Die Mehrerlöse aus dem fairen Handel investiert die Kooperative auch in die Zukunft ihrer Kinder: Sie planen die Einrichtung einer Sekundarschule, die ihre Kinder sonst wegen des anfallenden Schulgeldes nicht besuchen könnten. Quelle und weitere Infos unter: www.gepa.de