Öko und fair

Fairer Handel und ökologische Landwirtschaft leisten einen Beitrag zur Ernährungssicherung weltweit, indem sie auf einem Dreiklang beruhen:

 

 

  1. Lebensmittelproduktion für die Selbstversorgung,
  2. Verkauf auf dem regionalen Markt
  3. Export in Industrieländer.

Basis ist die Lebensmittelversorgung der lokalen Bevölkerung und der eigenen Familie. Durch den Erlös aus dem Export wird das Einkommen der Familien und Genossenschaften gesichert. Die Bezahlung eines fairen Preises ermöglicht es den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Rücklagen zu bilden, um z.B. in einer Dürreperiode zusätzliche Lebensmittel einkaufen zu können und in ihre eigene Weiterbildung und in die Schulbildung ihrer Kinder zu investieren. Das Ziel ist es, dass heutige und zukünftige Generationen vom wichtigen Wissen über nachhaltige Anbau- und Verarbeitungsmethoden profitieren.

Der Faire Handel setzt sich mit der Förderung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auch explizit für deren Selbstorganisation ein, u.a. damit sie ihr Know-how auf Augenhöhe weitergeben können. Der ökologische  Anbau ist ein ganzheitlicher Ansatz für ressourcenschonende Landwirtschaft, für die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen. Der Verzicht auf Pestizide und chemischen Dünger und der Einsatz von natürlichen Pflanzenschutz- und Düngemethoden ermöglichen die Entwicklung und den Schutz eines fruchtbaren Bodens und beugen Pflanzenkrankheiten vor. Zudem machen sich die Kleinbauern und -bäuerinnen dadurch unabhängig von den hohen Preisen für Dünger, Pestizide und gentechnisch verändertem Saatgut. Öko-Landbau ist auch klimaverträglicher: Durch Verzicht auf Kunstdünger und Agrochemikalien sinken Energieverbrauch und Emissionen klimawirksamer Gase im Vergleich zu konventioneller Bewirtschaftung.