Weltgebetstag der Frauen 2018: Surinam

Gottes Schöpfung ist sehr gut

Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich christliche Frauen in der Bewegung des Weltgebetstags. Gemeinsam beten und handeln sie dafür, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. So wurde der Weltgebetstag in den letzten 130 Jahren zur größten Basisbewegung christlicher Frauen.

Immer am ersten Freitag im März eines Jahres beschäftigt sich der Weltgebetstag mit der Lebenssituation von Frauen eines anderen Landes. Christliche Frauen aus diesem Land wählen Texte, Gebete und Lieder aus. Diese werden dann in weltweiten Gottesdiensten auf 95 Sprachen gefeiert. Auch in Altenessen treffen sich Frauen aus den Kirchengemeinden zu einem gemeinsamen Gottesdienst.

Das diesjährige Partnerland ist Surinam, das kleinste Land Lateinamerikas.


Surinam

Surinam ist mit einer Fläche von ca. 164.000 km2 das kleinste Land Lateinamerikas. Etwas mehr als eine halbe Million Menschen leben in dem Land, die meisten davon an der Küste. In Paramaribo, der Hauptstadt, leben mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Landes.

Jeweils ein Drittel der Bevölkerung Surinams ist afrikansicher und indischer Herkunft. Knapp ein Fünftel hat seine Wurzeln auf Java. Daneben gibt es indigene Völker, Chinesen, Araber und Europäer.

48 % der Bewohner*innen Surinams sind Christ*innen, ca. 25 % Hindus und ca. 20 % Muslim*innen.

Surinam hat mit vielschichtigen Umweltproblemen zu kämpfen.
An der Küste schreitet die Erosion rasant voran, weil die großen Mangrovenwälder zunehmend verschwinden. Ein Teil wird für den Häuserbau abgeholzt, ein anderer fällt dem steigenden Meeresspiegel zum Opfer. Dabei sind es gerade die Mangroven, die Schutz bieten gegen Wetterextreme. Zudem sind sie die Kinderstube vieler tropischer Fischarten und ein wichtiger CO2-Speicher. Mit Wellenbrechern vor der Küste soll deshalb versucht werden, dem Mangrovensterben Einhalt zu gebieten.
Der Export von Gold, Öl und (bis 2015 noch) Bauxit ist Surinams wirtschaftlicher Motor und macht 85 % der Exporterlöse aus. Der Preis ist aber hoch: Für die Gewinnung von Bauxit wurde in den 1960er Jahren der Brokop ondo-Staudamm mit einem riesigen Wasserkraftwerk angelegt. Eine Fläche, dreimal größer als der Bodensee, wurde geflutet. Dadurch verloren mehr als 10.000 Maroons ihre Jagdgebiete, religiösen Stätten und Gräber.
Durch den massiven Goldabbau wird das Trinkwasser mit Quecksilber verseucht, Regenwald wird gerodet und soziale Konflikte um Land und Einkommen sind die Folge.
Wenn hier kein Umdenken erfolgt, sind die Schäden nicht mehr umkehrbar und katastrophal. Eine Möglichkeit, über die immer mehr diskutiert wird, ist sanfter Tourismus. Denn man hat erkannt, dass nur eine intakte Umwelt attraktiv ist.

Quelle und weitere Infos: www.weltgebetstag.de