Author Archives: Michael Sprünken

„Teetied“. Immaterielles Welterbe trifft fairen Handel

Viele der Waren, die schon früh im fairen Handel angeboten wurden, waren klassische Kolonialwaren. Mittlerweile hat sich die Produktpalette stark verbreitert. Trotzdem spielen die Kolonialwaren auch heute noch eine wichtige Rolle in Weltläden, z. B. Kaffee, Kakao oder – Tee.

Foto: Ke. We. (lizensiert unter CC BY 3.0)

Erst durch die Kolonialisierung Afrikas, Asiens oder Amerikas gelangten diese Produkte nach Europa. Tee wird seit Beginn des 17. Jh.s importiert, zunächst durch die Holländische Ostindien-Kompanie, die wenige Jahrzehnte später von der Britischen Ostindien-Kompanie abgelöst wurde. Die Einfluss der Kolonialmächte Holland und Großbritannien und ihre Rivalität bereiteten dem Tee den Weg nach Deutschland: Hannover gehörte im 18. Jh. zu Großbritannien. Dort eröffnete 1743 das erste Teegeschäft auf deutschem Boden. 1780 verhängte Großbritannien ein Handelssperre über die Niederlande. Viele niederländische Teehändler ließen daraufhin ihre Frachtschiffe unter ostfriesischer Flagge segeln – die Geburtsstunde der ostfriesischen Teekultur. Bis heute sind die Ostries*innen mit einem Konsum von rund 300 l Tee Weltmeister im Teetrinken. Die „Teetied“ oder Ostfriesische Teezeremonie ist seit 2016 immaterielles Kulturerbe. Der dazugehörige Tee ist eine kräftige, dunkle Tee-Mischung – die es natürlich auch aus fairem Handel gibt:

Ostfriesische Mischung

Foto: GEPA – The Fair Trade Company

Die Ostfriesische Mischung von GEPA – The Fair Trade Company wird aus ökologisch und fair produzierten indischen und vietnamesischen Schwarztees hergestellt.

TPI, Indien

Die indischen Schwarztees stammen von dem Privatunternehmen Tea Promotors India (TPI). TPI ist sozial und ökologisch stark engagiert. Mitbestimmung und Respekt vor den Rechten der Arbeiter*innen, Frauenförderung und Bildungsangebote für die Beschäftigten sind Teil der Unternehmensphilosophie.

Van Chan Organic Farmers

Während es sich bei TPI um ein Privatunternehmen handelt, werden die vietnamesischen Schwarztees von einer kleinbäuerlichen Kooperative hergestellt, wie sie im fairen Handel häufg sind. Tee ist nur eines der Produkte der kleinbäuerlichen Produzent*innen. Die Tee wird von wilden Teebäumen gewonnen.

Den Kleinbauern wird durch den Fairen Handel mit Bio-Tee und Bio-Gewürzen eine Alternative zum Anbau von Schlafmohn geboten.

Quellen:

Weltladen Alte Kirche nicht auf dem Weihnachtsmarkt 2020

Alte Kirche Altenessen

Der Weihnachtsmarkt in der Essener Innenstadt ist seit vielen Jahren ein fester Termin für den Weltladen Alte Kirche – im Stand „Evangelisch in Essen“.

In diesem Jahr ist wegen Covid-19 alles ein wenig anders. Das Ladenteam umfasst viele, die zu einer Risikogruppe gehören. Daher wurde beschlossen, in diesem Jahr auf eine Teilnahme am Weihnachtsmarkt zu verzichten.

Das Ladenteam bedauert das sehr und bittet um Verständnis für diese Entscheidung.

Im nächsten Jahr wollen wir wieder dabei sein …

„Schnutenpullis“ (oder auch: Mund-Nase-Bedeckungen) aus Südafrika

Shweshwe – Stoffmasken von nobunto

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie ist ein neues, mehr oder minder modisches Accessoire vor aller Munde: Die Mund-Nase-Bedeckung oder – etwas poetischer – der „Schnutenpulli“. Keine Begegnung mit anderen, kein Einkaufsbummel, keine Bahnfahrt geht ohne ihn.

Die Mund-Nase-Bedeckungen von nobunto sind aus schönen Stoffen gefertigt, solide genäht und es gibt sie auch als Mund-Nase-bedeckungen für Kinder – und natürlich aus fairem Handel.

Nobunto

Die Shweshwe Mund-Nase-Bedeckungen werden von nobunto produziert, einer Fair Trade Manufaktur im südafrikanischen Napier. Das Wort nobunto kommt aus der Sprache der Sotho und heißt so viel wie „für die Menschen“. Der Name steht, genauso wie das Logo mit den vier ineinander greifenden Händen, für Gemeinschaft, Zusammenhalt, Freundschaft, Vielfalt, Teamwork und Fairen Handel.

In einer Gegend, in der die Arbeitslosenquote überdurchschnittlich hoch ist, kann nobunto in Südafrika für seine Mitarbeiter ein faires Einkommen bereitstellen. Überwiegend Frauen fertigen mit viel Liebe zum Detail einzigartige Produkte, die den Zauber Afrikas wiederspiegeln. Viele Mitarbeiter haben darin über zehn Jahre Erfahrung. Das Ziel von nobunto in Südafrika ist es, in der Region die Armut zu lindern und ein Unternehmen zu entwickeln, das wirtschaftlich erfolgreich ist und sozial, ethisch und nachhaltig handelt.

nobunto in Südafrika arbeitet und handelt bei allen täglichen Aktivitäten nach den Prinzipien des Fairen Handels, welche unter anderem auf Dialog, Transparenz, Respekt und Nachhaltigkeit beruhen.

2012 ist nobunto von der EFTA FAIR TRADE (European FAIR TRADE Association) überprüft worden – deutsches Mitglied von EFTA FAIR TRADE ist die GEPA – und wird regelmäßig mit dem Fair for Live Label zertifiziert. Das Fair for Live Label wird von Label online als besonders empfehlenswert eingestuft.


Quelle und weitere Infos:

Spenden für den Gabenzaun

Nach wie vor sind Menschen in prekären Lebenslagen wie z. B. Wohnungslose von den Einschränkungen durch die Anti-Corona-Maßnahmen in besonderem Maße getroffen. Der ökumenische Gabenzaun ist daher nach wie vor wichtig – und benötigt auch weiter Ihre Unterstützung!

Ab sofort können Sie für den ökumenischen Gabenzaun auch direkt an die evangelische Kirchengemeinde Altenessen-Karnap spenden. Die Bankverbindung lautet:

Ev. Kirchengemeinde Altenessen-Karnap
KD-Bank
IBAN DA25 3506 0190 5221 3001 32

Stichwort: ökumenischer Gabenzaun

Fair vor Ort: Ökumenischer Gabenzaun in Altenessen

Evangelische Kirchengemeinde Altenessen -Karnap

Seit dem 1. April gibt es in Altenessen bei dem Brückenaufgang über die Wilhelm-Nieswandt-Allee mittwochs und samstags von 11.00-12.30 Uhr einen ökumenischen Gabenzaun.

Obdachlose können sich am Gabenzaun mit haltbaren Lebensmittel und anderen Waren des täglichen Bedarfs versorgen. Gefragt sind: Kekse (ohne Schokolade), Knäckebrot, Ravioli in Dosen, kleine Sprudelflaschen, löslicher Kaffee und Yumyum-Suppen.

Sie können diese Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche auf zwei Arten unterstützen:

  1. indem Sie zu den oben genannten Zeiten Beutel mit Lebensmitteln zum Gabenzaun bringen oder
  2. indem Sie Geld für die Beschaffung von Lebensmitteln und anderen Waren spenden.

Hintergrund dieser Aktion ist die Corona-Pandemie, die es für Obdachlose besonders schwer macht, sich selbst zu versorgen. Mehr Informationen finden Sie auf den Webseiten der Kirchengemeinde St. Johann Baptist.

Heidesand

Der faire Handel kann auch Kekse!

Heidesand ist ein Plätzchen-Klassiker. In der Fair-Handels-Version von GEPA – The Fair Trade Company kommen zum guten Geschmack noch die Vorteile des fairen Handels dazu.

Zum Beispiel das Palmfett von Serendipalm aus Ghana:

Palmfett hat einen zweifelhaften Ruf. Auf großen Plantagen angebaut, ist seine Ökobilanz verheerend. Und die sozialen Bedingungen der Arbeiter*innen zumeist auch. Kritische Verbraucher*innen meiden daher Palmfett.

Anders bei Serendipalm. Serendipalm zeigt, dass Palmöl fair und ökologisch hergestellt werden kann. Die dazu benötigten Bio-Ölfrüchte werden von Kleinbauern geerntet, die sich in Gruppen zusammengeschlossen haben. Die Bäuerinnen und Bauern erhalten für ihre Bio-Ölfrüchte von Serendipalm einen höheren Preis. In der Ölmühle von Asuom werden sie dann zu Bio-Palmöl verarbeitet. Die dort arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten im Vergleich zur Region circa 15 Prozent höhere Löhne, sind kranken- und sozialversichert. Geregelte Arbeitszeiten, Bonuszahlungen und eine regelmäßige und verlässliche Auszahlung des Lohns sind ebenfalls keine Selbstverständlichkeit in Ghana.

Quelle: GEPA – The Fair Trade Company

Weitere Infos:

Wieder geöffnet!

Bitte beachten Sie: mehr als ein*e Kund*in darf aus Gründen des Infektionsschutzes den Laden nicht betreten. Warten Sie ggf. bitte vor der Tür und halten Sie dabei 1,50 m Sicherheitsabstand ein.

Beim Betreten des Ladens ist eine Mund-Nasen-Abdeckung zu tragen. Wir empfehlen dies auch schon beim Warten vor der Tür, wenn sich dort mehrere Personen begegnen!