Faires Essen und Faire Metropole Ruhr

Die Weltläden haben das Thema des fairen Handels in die gesellschaftliche Debatte eingebracht. Mittlerweile sind fair gehandelte Produkte nicht nur hier, sondern in Supermärkten, Blumenläden und anderen Geschäften erhältlich. Und auch auf der Kundenseite hat sich vieles verändert: faire Kitas, Schulen und Universitäten achten bei der Beschaffung auf faire Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt die nachhaltigen Entwicklungziele der Agenda 2030 haben dazu geführt, dass nicht nur individuelle Konsumentscheidungen, sondern auch die Beschaffung bei Institutionen und Kommunen.

Essen ist seit 2013 Fairtrade-Town und viele Essener Institutionen haben sich der Stadt angeschlossen und achten auf auf faire Produkte im Einkauf.

Und Essen fügt sich damit ein in die Faire Metropole Ruhr. Mit der Unterzeichnung der

Charta Faire Metropole Ruhr 2030 – Eine Fairfassung für das Ruhrgebiet

der verpflichten sich die Kommunen zu einer Reihe von Mindestzielen und Handlungen:

  • Erhöhung der Anzahl kommunaler Einkäufe, in denen mindestens die Einhaltung von Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (kurz: ILO) nachgewiesen werden muss
  • Erhöhung der Anzahl kommunaler Einkäufe, die darüber hinaus den Kriterien des Fairen Handels entsprechen
  • Aktive Unterstützung der Fairtrade-Towns-Kampagne, Informationsarbeit zum Thema Fairer Handel und Erhöhung des Anteils fair gehandelter Produkte bei kommunalen Veranstaltungen
  • Unterstützung von Projekten von Unternehmen, die den Fairen Handel fördern, im Rahmen der Wirtschaftsförderung
  • Erhöhung der Anzahl der Fairtrade-Schools, FaireKITAs, Faitrade-Universities und Fairen Jugendhäuser in der Metropole Ruhr